Der Kreis Steinburg im beschaulichen Schleswig-Holstein beherbergt die Gemeinde Wacken. Auf dem Weg dorthin wird man von ländlicher Idylle, unzähligen Kühen, Bauernhöfen und Strohballen begrüßt. Kaum vorstellbar, dass hier das größte Heavy Metal Festival der Welt stattfinden soll. 1800 Gemeindemitglieder begrüßen 75.000 Metal Maniacs aus der ganzen Welt.

Und das macht dieses atemberaubende Festival zu etwas ganz Besonderem. Immerhin ist das W:O:A nicht umsonst seit 23 Jahren eine wahre Institution in der Metal-Szene. Das konnten wir uns selbstverständlich nicht entgehen lassen und haben da mal die Lage gecheckt!

Es ist, als träfe man als Metal-Fan auf eine Oase der Sinne, wo unzählige Headbanger aus vielen Ländern der Erde einen weiten Weg auf sich nehmen, um mit Gleichgesinnten die Haare durch die Wackener Landluft zu schleudern.

Endlich sieht man die Bands in einem geballten Powerpaket, die man vielleicht schon seit Jahren verehrt oder lernt neue kennen. Endlich kann man Party machen ohne Ende, mit Grölen und in Schlammpfützen Arschbomben landen.

Und ganz ehrlich, auch ich habe die Atmosphäre richtig genossen. Weil sie auch eine solche Harmonie in sich trug, ob im Mosh Pit oder am Bierstand – alle gingen super nett miteinander um. Das komplette Dorf feiert mit, vermietet Vorgärten und alle, vom Fährmann bis zum Säugling, tragen stolz ihre W:O:A 2012 Shirts. Wirklich wie in einer großen Familie.

Und egal ob 50 Liter Regen pro Quadratmeter, die Metalheads feierten weiter, standen in den ersten Reihen ihrer Lieblingsbands und ließen sich davon kaum beeindrucken.

GÄNSEHAUT VOM SCHEITEL BIS ZUR SOHLE

Die brasilianische Kombo Sepultura begeisterte die Massen mit trommelnden Special-Guests, den Les Tambours du Bronx, die mit Karacho über ein Dutzend Eisenfässer auf der Bühne zum Qualmen brachten. Als Sänger Derrick Green den Cover-Song Fire-Starter von The Prodigy ankündigte, rastete das Publikum endgültig aus und eine gute Portion Gänsehaut zog sich vom Scheitel bis zur Sohle.

Nach ein paar Runden auf dem Festival-Gelände und dem ein oder anderen Bierchen kehrten wir dann zur Black Stage zurück, um uns von Saxon die Gummistiefel ausziehen zu lassen. Wo Biff Byford Wacken als „craziest Festival in the whole fuckin world“ bezeichnete und sein Resumee aus über 30 Jahren Bandgeschichte zog: „Never fuckin Surrender!!!“ Im selben Atemzug stimmte er den gleichnamigen Song an und gab zum Besten, dass wenn sie irgendwann eine letzte Show spielen würden, es auf jeden Fall auf diesem Festival passieren wird – so circa im Jahre 2045! Die Show wurde abgerundet durch ein hammer krasses Schlagzeug Solo von Drummer Nigel, der nebenher locker sein Käffchen schlürfte.

Während Saxon die Wackinger noch zum ausflippen brachten, warteten auf der Nachbarbühne, der True Metal Stage, bereits zwei Stunden zuvor unzählige Fans auf die Platzhirsche dieses Abends.

CROWDSURFEN FÜR OLYMPIA

Denn Volbeat spielten hier im Holy Wacken Land ihre einzige Show in ganz Europa. Als dann endlich das riesige Banner fiel und der charismatische Sänger Michael Schön Poulsen „The Human Instrument“ anstimmte, drehten alle (inklusive mir) völlig durch.

Crowd-Surfen hätte zweifelsohne als olympische Disziplin gehandelt werden können, wobei auch hier großer Respekt den Security Leuten gebührt, die wirklich alle verletzungsfrei sowohl raus- als auch wieder rein befördern konnten.

An der zweiten Gitarre, wo ehemals Thomas Bredhal spielte, schrammelte Hank Shermann (früher Mercyful Fate) das ein oder andere Solo von der Klampfe. Er war nicht der einzige, den die dänischen Elvis-Metaler im Gepäck hatten. Alle Gäste des aktuellen Albums „Beyond Hell, Above Heaven“ waren geladen: Mille von Kreator und Michael Denner von Mercyful Fate waren mit von der Partie bei „7 Shots“, Napalm Death Sänger Barney Geröllheimer gab 110% bei „Evelyn“ und der Kontrabass wurde bearbeitet von Jakob Oell bei „16 Dollars“.

Alles in allem eine gelungene Show, in der sogar ein neuer Song kurz angerissen wurde, namens „Sweet Unicorn“. Nach dem Auftritt gönnen sich die Jungs nun eine mindestens halbjährige Pause, um sich auf Songwriting und das Produzieren neuer Songs konzentrieren zu können.

Nachdem der riesige Bullhead zwischen den beiden Mainstages noch einmal Feuer fing, bewegten sich die Metal-Heads gen Zeltplätze und feierten dort weiter.

Am nächsten Tag konnte man dann wieder bei unzähligen Bands die Pommesgabeln in den Himmel heben oder sich beim Pfahlsitzen gegenseitig bepöbeln, um zu gewinnen, Fußball spielen oder auch sich im Wacken Foundation Camp Infos holen, spenden und Gutes tun. Wie zum Beispiel am Stand von Seashepherd, wo auch wir für ein kleines Pläuschchen innehielten. Demnächst gibt’s bei uns mehr darüber zu erfahren.

EINMAL PUNKROCK UND ZURÜCK BITTE

Ebenso wie von den Broilers, die sich Zeit nahmen für ein Interview und deren Show wir danach mitfeiern konnten. Und ja, so eine Prise Ska und Punkrock schadet einem Heavy Metal-Festival in keinster Weise. Von einigen Fans habe ich sogar erfahren, dass sie ausschließlich wegen der Düsseldorfer angereist waren. Und siehe da, kurz vor Beginn des Konzerts zogen alle Regenwolken weiter, und für die Broilers und deren Fans hieß es volle Kraft voraus!
Und so könnte ich euch noch ewig von diesen überwältigenden Eindrücken berichten, welche an diesem Wochenende auf mich und meinen Kollegen Dennis (Pigture Entertainment) einprasselten. Aber macht euch gerne selbst ein Bild in unserer Galerie und mit noch viel mehr Fotos (made by Dennis Hiepel) auf unserer Facebook Page www.facebook.com/reportink oder erlebt das Metal-Wunder im nächsten Jahr selbst mit, wenn es heißt:
LOUDER THAN HELL!!!!!Mit folgenden bereits angekündigten Bands:

DEEP PURPLE
ANTHRAX
NIGHTWISH
SABATON
ARCH ENEMY
DORO – 30th Anniversary Show
LINGUA MORTIS FEAT. RAGE
SUBWAY TO SALLY
AMORPHIS – plus special Acoustic Show

P.S.: Verpasst auch auf keinen Fall die Interviews mit den Broilers und der dänischen Rockband D-A-D hier bei uns auf Reportink.

Stay tuned!

Cheerio,
eure Vicky

http://www.wacken.com/

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