In unserer neuen Rubrik „Karolins Buchclub“ stellt euch unsere gute Fee von Zeit zu Zeit neue, coole, spannende Bücher oder interessante Autoren vor. Zum Auftakt gibt es heute Leonard Wells Kenyon für euch. Am Ende des Artikels findet ihr noch ein kleines Gewinnspiel. Viel Spaß beim Lesen und viel Glück! (click here for the english version)

Heute gibt es von mir mal etwas von ganz anderer Stelle zu lesen, also: Willkommen in meinem Buchclub. Meine letzte Buchvorstellung hatte ich zwar in der Tat zuletzt, als ich noch die Schulbank gedrückt habe, aber here we go.

Leonard Wells Kenyon – Schriftsteller, Künstler, Idiot

„Es gibt einige Tage, an denen ich denke, dass ich an einer Überdosis Zufriedenheit sterben werde.“ – etwas morbide? Vielleicht. Doch so hat es Salvador Dali auf den Punkt gebracht. Und genauso hätte ich vor Zufriedenheit über soviel Talent und Inspiration während meiner Arbeit mit Leonard platzen können. Aber damit jeder weiß, von wem oder wovon ich rede, darf ich euch hiermit nunmehr vorstellen: Leonard Wells Kenyon aka Lenny K., liebe Leute. Schriftsteller, Künstler, Idiot. Seine Worte, nicht meine. Aber besser hätte ich es auch nicht ausdrücken können.

Ist Leonard Wells Kenyon etwa New England’s höchstes Kulturgut? Wir werden es herausfinden!

Im wunderschönen, aber nach Leonards Geschmack wenig kulturgeschwängerten Vermont hat er seinen Ursprung als Romanschreiber, hauptsächlich im Bereich Sci-Fi. Zugegebenermaßen jedoch mit wenig Erfolg. Der Stil sowohl seiner Schreibe als auch seiner Illustrationen ist geprägt von makaberen Elementen und Satire. Einen Preis dafür konnte er sich auch schon in die eigene Tasche stecken. Er ließ rund 10.000 Teilnehmer bei dem Wettbewerb um den „McNally Jackson’s 1st Annual Children’s Book Award“ hinter sich, obwohl er zu jener Zeit noch gar nicht beabsichtigt hatte, für Kinder zu schreiben.

Aber dann, vor einigen Jahren, unterzeichnete Leonard bei der Literaturagentin Emily Mitchell von der Agentur Wernick & Pratt, welche sich auf Kinderbücher spezialisiert hat. So entstand der Illustrator und Autor „Lenny K.“.

Leonard Wells Kenyon

Klare Devise: nicht aufgeben!

Aktuell arbeitet Leonard noch am Feinschliff seines ersten Buches. „This Book Is Not For Chickens“ wird voraussichtlich 2019 durch den Penguin Verlag gedruckt und veröffentlicht. Hört sich nach einer großen Sache an – und das ist es auch. Aber das Business ist tough, denn nicht jeder von Leonards Entwürfen war von Erfolg gekrönt und ist auch mal auf Ablehnung gestoßen. Doch hartnäckig wie er ist, hat er seine Ideen nicht aufgegeben und diese Werke auf Amazon als Kindlebooks der Welt zugänglich gemacht.

So beispielsweise sein zweites Buch, „The Cowardly Cook“, welches unbestritten doch irgendwie von Leonards Arbeitsleben in der Gastronomiebranche inspiriert wurde. Die Hauptfigur, der Koch des „Creepy Café“, hat ausgerechnet am Tag der Eröffnung seine Brille nicht auf der Nase und sieht mehr als nur Gespenster in seiner Küche. Eine lustige Geschichte mit großartigen englischen Reimen. Diese sollten, um nicht am bestechenden Wortwitz zu verlieren, definitiv in der Originalsprache gelesen werden. Ich empfehle das Buch daher sehr für Kinder mit englischen Grundkenntnissen.

In seinem dritten und ebenfalls auf Amazon veröffentlichten Kindlebook, „Big Ugly“, geht es um einen Big Foot und die Vor- und Nachteile eines Zusammenlebens mit diesem außergewöhnlichen Kerlchen. Insofern ist auch dieses Buch wieder ziemlich persönlich, da Leonard sich inständig wünscht, dass Big Foot wirklich existiert. Er selbst würde ihn zwar nicht ins Haus lassen, aber ihm zumindest ein gemütliches Plätzchen in seiner Scheune herrichten.

Dieses Buch wurde im Gegensatz zu seinen restlichen Werken ausnahmsweise zu 100% digital kreiert. „Big Ugly“ ist super amüsant und für Schulkinder mit eigenem Englischwissen bzw. hilfsweise mit dem der Eltern gut lesbar und absolut empfehlenswert. Und wie es scheint, war das nicht „Big Ugly’s“ erster und letzter Streich, denn Leonard hat weitere Geschichten über das „riesige, haarige Durcheinander“ durchblicken lassen.

Wie alt ist eigentlich dieser „balloon boy“?

Noch gar nicht so lange her, da wurde sein viertes Buch „An Odd Balloon“ herausgebracht. Hauptdarsteller, schlicht der „balloon boy“, ist nach Leonards Angaben vielleicht 7 oder 55 Jahre alt – genau festlegen wollte er sich da nicht. Aber gar nicht unpassend, denn hier geht es darum, niemals aufzugeben, egal wie oft man scheitern mag. Und das trifft ja wohl auf alle Altersgruppen zu. Ich würde sagen, dass „An Odd Balloon“ bestens für Teens geeignet ist.

Die Zeichnungen sind nicht mehr sehr kindlich und spiegeln wohl von den vorangegangen Büchern am besten Lennys Stil wieder. Bei diesem Buch gab es auch tatsächlich zuerst die Zeichnungen, der Inhalt entstand im Anschluss. Die Illustrationen sind hier zum Teil handgemalt und teilweise digital erstellt. In Lennys Etsy-Shop „IdiotIllustrations“ oder aber auch direkt in unserem REPORTINK-Shop könnt ihr zum Beispiel Prints des „Balloon Boy“ selbst oder den „Haunted Circus“ erwerben. Demnächst werden wir auch euch ein passendes T-Shirt präsentieren.

Unerbittlich und zielstrebig wie sein eigener „balloon boy“, hat Leonard neben seinen Büchern bereits diverse Arbeiten in Sammelbänden oder Blogs veröffentlicht, und so haben ihn auch schon ganz andere Größen der Unterhaltungsbranche entdeckt. Ein bisschen Glück und Hilfe spielte ihm hierbei natürlich auch in die Karten.

Im vergangenen Jahr wurde ihm durch eine gemeinsame Freundin Dustin Warburton vorgestellt. Warburton selbst ist in Amerika ein bekannter Autor für Kinderbücher, Horrorstories für Heranwachsende und Erwachsene, sowie Grafikromane und Filme. So war der Grundstein gelegt für eine Zusammenarbeit (unter Führung des Unterhaltungstitanen David Chackler) mit keinem Geringeren als Tom Holland an dem Buch „How To Scare A Monster“.

Richtig gelesen, der Drehbuchautor von „Psycho II“, „Child’s Play“ und „Fright Night“ schreibt nun auch Kinderbücher – und das zurecht. Eine wunderschöne Geschichte, auch über einen kleinen Leonard (natürlich extra nach unserem Lenny K. benannt), der sich entschieden hat, sich seinen Ängsten gegenüber den Monstern in seinem Kleiderschrank zu stellen.

Erhältlich ist „How To Scare A Monster“ als Hardcover bei Barnes & Noble und Amazon. Allerdings erfolgt der Versand aus den Staaten, sodass es gelegentlich zu Lieferengpässen oder zumindest zu Lieferzeiten von gut einem Monat kommen kann. Wer solange nicht warten möchte, greift auch hier auf das Kindlebook zurück.

Zusammenarbeit mit John Amos

Ein weiteres Projekt mit Dustin Warburton umfasste ebenfalls die Zusammenarbeit mit dem beliebten amerikanischen Schauspieler John Amos („Roots“, „Coming To America“ und „Good Times“) und dessen Buch „A World Without Color“. Eine ganz zauberhafte Erzählung darüber, dass die Anteilnahme an unseren Mitmenschen unseren grauen Alltag soviel bunter und erfreulicher machen kann. „A World Without Color“ ist seit dem 22. September ebenfalls grundsätzlich bei Amazon erhältlich.

So weit, so gut. Illustrator, Schriftsteller – alles nicht genug! Denn dieses Multitalent macht auch, schon seitdem er 15 ist, Musik und spielte in einigen Bands. Leonard selbst bezeichnet sich als anständigen Drummer und nur als mittelmäßigen Gitarristen und Sänger. Tiefgestapelt, meiner Meinung nach, denn ich durfte mehr hören. Für die Öffentlichkeit gibt es einen Teaser auf YouTube. Schaut euch den Idioten selbst an, der am Besen, ich meine Bass und Leadgitarre, von seinem alten Kumpel Brian Vaine begleitet wird.

Ja, tätowiert ist der Kerl auch noch

Leonard Wells Kenyon

Was könnte jetzt noch fehlen, um das Gesamtpaket zur schnüren? Genau, Tattoos! Die hat Lenny natürlich auch. Und selbst am anderen Ende des Ozeans kommt er nicht umhin, mir diese zu zeigen. Tattoostudios seines Vertrauens fand er in New York City und bei „Body Blend“ in Shaftsbury, Vermont. Sein mit Einzelstücken bestickter Sleeve wurde inspiriert von Dingen, die ihm am Herzen liegen, wie seine Familie, Musik, das Schreiben, Disney oder Stephen King. Aber ich möchte auf gar keinen Fall unerwähnt lassen, dass er tattoomäßig ein absoluter Spätzünder war und sich sein erstes Tattoo, den Bücherstapel, mit 30 stechen ließ.

Mir war es jedenfalls eine wahnsinnige Freunde mit diesem scharfsinnigen, humorvollen und vermutlich redegewandtesten Spinner zusammengearbeitet zu haben. Lasst ihn bitte niemals wissen, dass ich das gesagt habe. Worum ich Euch aber bitte: Guckt euch seine Werke auf Amazon, Etsy oder auch in unserem REPORTINK-Shop an und greift zu, wenn ihr mögt. Und dann schreit den Namen dieses hochtalentierten Sonderlings in die Welt hinaus.

Bis bald,
Eure Karolin

Leonard Wells Kenyon – Drucke im REPORTINK-Shop

Gewinnspiel!

Ihr habt die Chance auf einen von drei Drucken der Zeichnung „REPORTINK Tattoo Session“ von Leonard Wells Kenyon. Alles, was ihr dafür tun müsst: Schickt uns eine Mail mit der richtigen Antwort auf die Frage „Wie alt ist der Balloon Boy eigentlich?“ an gewinnspiel@reportink.com. Einsendeschluss ist der 08.10.2017. Wir drücken die Daumen!

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