Unsere liebe Karolin hat sich mal wieder für Reportink unter das Konzertgänger-Volk gemischt. Im Volksbad Flensburg hat sie sich mit Jared Hart zum Interview getroffen und ganz nebenbei auch noch den kompletten Gig aufgezeichnet.

Knapp ein Jahr ist es her, als ich auf der Brian Fallon & The Crowes Tour die Entdeckung des letzten Jahres machte. Brian Fallon räumte ihm inmitten der Show in Form eines Songs den eigenen Auftritt ein und da stand er: Jared Hart! Und spielte zusammen mit den Crowes die brandneue Single „Lucky Sevens“ seiner Band „The Scandals“.

Am Mittwochabend traf ich Jared vor seinem Konzert im Volksbad Flensburg zum Interview traf. Ich konnte nicht anders, als ihm erstmal zu gestehen, dass ich seit jenem Tag ein Fan bin. Musste ich wohl auch, bevor ich ihn mit meinen doch schwierigen und persönlichen Fragen in die Mangel genommen habe. Der Spaß kam aber dennoch dabei nicht zu kurz, denn das Eis war schnell gebrochen. Ich nagelte ihn darauf fest, dass er entgegen seiner Aussage in einem Interview in 2014, sich nie wieder schulterlange Haare wachsen zu lassen, mit eben dieser Frisur ja nun vor mir sitzt.

Jared Hart: keine Tattoos, keine Piercings – noch nicht

Seine Frisuren waren dann auch eine perfekte Rechtfertigung dafür, dass er weder gepierct noch tätowiert ist. Das war von vornherein meine Vermutung und daher existenzielle Frage in meinem Notizbuch. Im Moment genießt es Jared noch, keine Tattoos zu haben, mag sie aber sehr und kann sich vorstellen, irgendwann damit dann völlig zu übertreiben. Ähnlich wie der Rest seiner Freunde, die vom Scheitel bis zur Sohle tätowiert sind.

Natürlich haben wir auch noch einmal über sein aktuelles in 2015 herausgebrachtes Album „past lives & pass lines“ gesprochen. An dem Album hat Jared schließlich seit 2010 bis zur Produktion in 2014/2015 geschrieben und in der Zeit ist einiges passiert, das er darin verarbeitet hat. Die für ihn bedeutsamsten und damit quasi Lieblingssongs der Platte sind „Basements“ und „Totem“.

2018 wird das Jahr der positiven Aufregung und Spannung

 

Im Zuge dessen habe ich Jared von einer Art Tradition zwischen einem Freund und mir erzählt, die darin besteht, einige Zeit vor Jahresende das kommende Jahr mit einem Motto zu benennen. Wie der Zufall, das Universum oder an was auch immer jemand hier glauben möchte, (Offenheit ist Jared an dieser Stelle als spirituelle Person sehr wichtig) so wollte, konnte er nur zustimmen, dass auch für ihn beispielsweise 2016 „das Jahr für Neues“ und 2017 „das Jahr der Veränderung“ war.

Glücklicherweise gab es für Jared in 2017 keine Riesenveränderungen, sondern nur gute Dinge, wie zum Beispiel, dass er einen neuen Hund bekam und nicht wie im Vorjahr pausenlos auf Tour war. Für einige Zeit zuhause zu sitzen und nirgendwo hinzufahren, war für ihn zunächst ein absoluter Kulterschock, weshalb er nun eben wieder in Europa ist. Genauso versucht er die Balance zu halten. Den Begriff für 2018 haben wir noch nicht abschließend geklärt, Fakt ist aber, dass es sinngemäß „das Jahr der positiven Aufregung und Spannung“ werden wird.

Neues Album wird keine Solo-Platte

Und dazu hat Jared einiges beizutragen. Denn auch er tummelte sich im Sommer bei Pete Steinkopf im Little Eden Recording Studio und arbeite mit namenhaften Freunden an seiner zweiten eigenen Platte. Witziger Weise hat Jared auch genau heute sein Little Eden T-Shirt angehabt. Was er bereits verraten konnte, ist, dass es im nächsten Jahr ein neues Album mit 14 Tracks geben wird. Allerdings wird es doch kein Solo-Album, denn aus der gemeinsamen Arbeit ist kurzerhand eine neue Band entstanden. Name und Logo stehen auch schon und am Merch wird gerade gearbeitet, doch die Details bleiben noch gut behütet.

Genug gequatscht? Genau! Dann mal auf zur Show, die ich für Euch aufnehmen durfte. Nennt es Punk-Folk, nennt ihn Singer/Songwriter, aber sind wir mal ehrlich: Jared gehört in alles andere als in eine Schublade. Und wenn Jared sagt, dass die Bühne der einzige Ort ist, an dem er sich sauwohl fühlt, dann gibt es daran auch nichts zu rütteln. Noch keinen anderen habe ich so dort angekommen und dabei gesehen wie ihn; völlig greifbar. Einfach wahrhaftig. In diesem Sinne: Jared Hart ist alles, was eine Bühne braucht.

Überzeugt Euch selbst und genießt das Set.

Bis bald,
Eure Karolin

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