Es ist jetzt schon eine Weile auf dem Markt, das neue – erste – Album vom „Nathan Gray Collective„, welches auf den Namen „Until The Darkness Takes Us“ härt. Nathan Gray? Ist das nicht der Sänger von Boysetsfire, I am heresy… Ja, genau der hat am 03. März sein erstes full-length-album präsentiert. Unser Norman hat sich das Teil angehört.

Crowdfunding macht „Nathan Gray Collective“ möglich

Im vergangenen Jahr rief Gray seine Fans via Facebook auf, ihm und seinem Mitstreiter Daniel Smith zu helfen. Mit einer Crowdfunding-Kampagne sollte genug Geld gesammelt werden, um das erste Album des neuen „Nathan Gray Collective“ zu realisieren. Und da der gute Nathan einige Fans sein Eigen nennt, kam die gewünschte Summe schnell zusammen – und noch viel mehr.

Ein gutes halbes Jahr später steht das Album jetzt in den Regalen. Haben die Fans einen Knaller finanziert? Oder haben sie sich ein Kuckucksei ins Nest legen lassen? Die Antwort auf diese Frage ist gar nicht so leicht – denn sie ist eine verdammt subjektive Sache.

Auch ich habe meinen Anteil am Erfolg der Kampagne. Ich habe eine nicht unerhebliche Summe gespendet, mir dafür ein Fanpaket bestehend aus einer CD, einem Aufnäher und einer Testpressung des Albums ergattert. Sammlerstücke, wie ich sie mag und einfach haben musste. Warum habe ich das Geld gespendet, ohne zu wissen, was da auf mich zukommt?

Naja, zum einen hatte ich nach der noch unter „Nathan Gray“ firmierenden EP schon eine grobe Ahnung, was kommen könnte. Schwere, düstere industrial-gothic-electronic Sounds. Also an sich so gar nichts für mich. Gepaart mit Grays unverwechselbarer Stimme aber absolut eingängig. Zum anderen ist er in den vergangenen Jahren zu einer Art Freund geworden – und Freunden hilft man nunmal.

13 sehr abwechslungsreiche Songs

Aber genug rumgeeiert. Was kann die Platte denn nun? Als Fan von Nathan, BSF und seinen anderen Projekten muss ich sagen: Sie gefällt, von A bis Z. 13 Songs umfasst das Werk, welches wie schon die EP durch harte electronic beats, schwermütige industrial sounds, balladige Klavierstücke… und noch so viel mehr überzeugt. Über allem thront Grays Stimme, die jeden noch so abstrusen Song (für meine Ohren) zu einem Erlebnis macht. Persönliche Highlights: „Heathen Blood“, „Damascus“, „Anthemic Hearts“.

Ich sage mal, auf dem Album ist wirklich für jeden was dabei

Nicht alles Gold, was glänzt

Wäre ich „nur“ der eben beschriebene Fan, ich würde das Album abfeieren, es tagtäglich auf und ab laufen lassen und mich daran erfreuen. Nun bin ich aber nicht einfach nur der Fanboy. Schon beim zweiten Durchhören hatte ich durchaus meine Probleme mit besagtem Electro-Sound, der an einigen Stellen zu stark an die 80er Jahre erinnert.

Nummern wie „Skin“ oder „Memento Mori“ sind sicher gut gemacht, treffen aber so gar nicht meinen Nerv. Ich sehe vorm inneren Auge zahllose Gothic-Typen, von Kopf bis Fuß in schwarz gekleidet, die sich rhytmisch zur Musik bewegen – langsam, sehr langsam. Diese Zeiten, als man für diese Szene die Tanzfläche räumte, dachte ich lange hinter mir gelassen zu haben. Naja, scheinbar nicht.

Fazit: KAUFEMPFEHLUNG!

Wer mich an dieser Stelle falsch verstehen will, der kann und darf das natürlich. Aber: Das Album ist gut, wirklich. Vielleicht ist nicht jeder Song für jeden gemacht. Das muss auch nicht sein. Jeder Hörer sollte sich auf dieser Scheibe in irgendeinem Song wiederfinden. Das Album ist wahnsinnig vielseitig. BSF-ähnliche Hymnen, 80er Gothic-Spielereien, Posthardcore-Geballer – you name it, Nathan’s got it!

Von mir gibt es auf jeden Fall eine Kaufempfehlung.

Keep on rockin‘,
Euer Angry Norman

Band: Nathan Gray Collective
Album: Until The Darkness Takes Us
Release-Datum: 03.03.2017
Website: https://www.nathangraycollective.com

Wertung: 8,5/10

Nathan Gray Collective auf großer Europatour

Ab dem kommenden Samstag sind die zwei Jungs vom „Nathan Gray Collective“ in Europa unterwegs – und Reportink wird sich für Euch die eine oder andere Show anschauen. Hier die Termine:

NATHAN GRAY COLLECTIVE
mit: The Devils Trade
08.04. GB – Birmingham – Ceol Castle
09.04. GB – London – Boston Music Room, Tufnell Park
10.04. DE – Köln – Underground
11.04. NL – Eindhoven – Dynamo
12.04. DE – Hamburg – Logo
13.04. DE – Berlin – Musik & Frieden
15.04. DE – Dresden – Beatpol
17.04. AT – Vienna – Arena
18.04. AT – Graz – Explosiv
19.04. DE – Stuttgart – Keller Klub
20.04. CH – Zurich – Hafenkneipe
21.04. DE – Nürnberg – Z-Bau
22.04. DE – München – Feierwerk

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