Am 04. November erscheint via Gunner Records das neue Album von Singer/Songwriter John Allen. „Ghosts“, so wird der Longplayer heißen. Eine Platte, die mir schon jetzt wahnsinnig viel bedeutet.

Es war im Februar, da stand besagter John Allen ganz cool in meinem Wohnzimmer und spielte auf seiner Gitarre ein paar seiner Songs, setzte sich an das E-Piano meiner Frau, spielte, sang – und hatte einfach eine gute Zeit. Wir haben viel zusammen gequatscht, ein kleines Interview geführt, gelacht, ein oder zwei Bierchen geschlürft. Es war, als wäre ein alter Freund zu Besuch.

Schon damals erzählte er mir und meinen Gästen von seinem neuen Album, welches noch in diesem Jahr erscheinen sollte. Allzu viele Details gab er nicht bekannt. Es sollte sehr emotional, persönlich werden. Gespannt darauf war ich da schon wie Bolle. Nach der Reportink Wohnzimmer Session blieben wir in Kontakt, zumeist über die sozialen Medien. Wie man das heute halt so macht.

„Alter, was ein Brett!!! Respekt, Glückwunsch!“

John Allen - "Ghosts"

John Allen – „Ghosts“

Als meine Frau und ich im vergangenen Monat auf Hochzeitsreise in Kanada waren, erreichte mich wieder eine Nachricht von John. Er schickte mir sein neues Album. Ich solle doch mal reinhören und – wenn ich Lust habe – vielleicht was drüber schreiben. Kaum war ich wieder zuhause, habe ich mir das Teil direkt reingezogen. Zwei, drei mal durchgehört, schickte ich John mein erstes kurzes Feedback. „Alter, was ein Brett!!! Respekt, Glückwunsch… und alles, was man einem Künstler sonst so sagt.“

Ein Brett, das ist dieses zehn Songs schwere Album in der Tat. „Ghosts“ ist so ganz anders als alles, was ich erwartet hatte. Wer John schon einmal live gesehen, seine „alten“ Platten gehört hat, der kennt ihn als beschwingten, gut gelaunten Folksänger – klingt fürchterlich, ich weiß, aber so habe ich ihn immer empfunden. Musik, die beschwingt, Musik, die ins Tanzbein schießt, Musik, die zum mitsingen animiert, auch wenn man den Text nicht kennt.

Musik, wie man sie sich in verrauchten Hafenkneipen vorstellt

Und jetzt also „Ghosts“. Der Opener „Good Times“ geht dann noch ganz klar in die bekannte Richtung. Auch wenn die Textfragmente, die ich so mitbekomme, bereits hier eine dunklere Sprache sprechen. Und schon beim zweiten Song ändert sich die Stimmung komplett. Schwer zu beschreiben, aber „Rain Won’t Change A Thing“ erinnert an Musik, wie man sie sich in verrauchten Hafenkneipen vorstellt.

Im Pressetext heißt es: „‚Ghosts’ ist kein Album mit beschwingten Folksongs, ‘Ghosts’ ist vielmehr die konsequente Weiterentwicklung eines Musikers, der sich nicht damit zufriedengeben will, stets die immer gleichen Klischees zu bedienen.“ Ja, das kann ich so unterschreiben. „‘Ghosts’ ist zugleich brachial und zerbrechlich, düster und romantisch, rumpelnd, bedrohlich und versöhnlich.“ Nehm ich!

Rating: 10/10

Artist: John Allen
Album: Ghosts
# of Songs: 10
Release Date: 04.11.2016
Label: Gunner Records

Homepage: www.john-allen.de
Facebook: facebook.com/dearjohnallen
Twitter: twitter.com/dearjohnallen
Instagram: instagram.com/dearjohnallen

„Du bist der erste „Externe“ der es gehört hat“

Die Platte läuft eigentlich immer, wenn ich zuhause am Rechner sitze. Kopfhörer aufgesetzt, Johns Stimme im Kopf, der Sound seiner Band „The Black Pages“ macht alles rund. Schön und herzzerreißend, alles gleichzeitig. Ich liebe dieses Album!

Was mich aber dann doch umgehauen hat, war eine kleine Nachricht von John: „Du bist der erste „Externe“ der es gehört hat.“ Danke, John!

Keep on rockin‘,
Euer (Angry)Norman

John Allen live @Reportink Wohnzimmer Session

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